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Statements

auch in der Mode ein Thema

Seit ein paar Jahren gibt es einen Trend zu beobachten, der anhält. Er zeigt sich auf der Haut, auf der Tasche und auf dem Shirt. Zaghafte Symbole, die nur der Trägerin etwas sagen, und verbale Knaller gehören dazu. Wir nennen ihn hier schlicht: Trend zum Statement.

Karneval – das Fest der Individuitäten

So merkwürdig das klingt, aber auch der gute alte Karneval gehört irgendwie dazu, denn wo kann man sich ohne Schaden seiner „dunklen“ oder „närrischen“ Seite eher entblößen als in der Zeit der Narren? Hier durften schon zu Zeiten Roms und Griechenlands die Mägde feine Damen werden und die Sklaven zu ihrem Herren. Wohl gemerkt, nur für den Tag des Karnevals, oder wie immer man den Tag/die Zeit da nannte.

Peace-and-Hate-Style

Ketten mit übergroßen Schriftzügen, Ohrstecker mit „Yes“ oder „No“ sind zurzeit genauso beliebt wie Taschen mit individuellen Aufnähern. Von „I Love You“ über „Ich denke, also bin ich“ bis hin zu „Atomkraft, nein danke“ werden die Accessoires nach Stimmung getragen. Möglicherweise zeigen wir hier schon ein wenig unsere Facebook-Affinität? Wer hat keine Freundin, die mit Schildern auf ihren aktuellen Gemütszustand aufmerksam macht? Da ist das Losreißen aus der virtuellen Mute und hinein in die reale Welt nicht weit her. Denn immerhin haben wir nicht nur die Gefühle, weil Facebook gerade an ist, sondern auch wenn wir unser Smartphone zur Seite legen. Und wo kann man sich besser individuell ausleben als am eigenen Körper und Outfit?

Tattoo in sicht- und unsichtbar

Apropros Körper: Für Ängsthäsinnen unter uns gibt es übrigens Körperschmuck, der nicht in die Unterhaut eingestochen wird, sondern nur auf der Oberfläche verweilt, und zwar das Henna-Tattoo, eigentlich heißt es ja Mehndi, aber das hat sich hier in Europa nicht durchgesetzt. Die bleiben uns gut sechs bis acht Wochen erhalten, aber doch länger als zum Beispiel die Sprüh-Tattoos. Wenn sie dann allmählich verblassen, können uns ja dann immer noch entscheiden, ob wir das gleiche noch mal in „forever“ umwandeln möchten. Wie anfangs schon erwähnt, gibt es auch Kandidatinnen, die ihre Zeichen lieber für sich behalten möchten oder zumindest damit nicht hausieren gehen. Dafür eignet sich die sogenannte White Tink, weiße Farbmotive, die praktisch nur gesehen werden, wenn man weiß, dass sie da sind. Das hat was Geheimnisvolles, oder? Außerdem ist es da auch nicht so problematisch bei der Jobwahl, wenn auf der Hand ein Tattoo (nicht) zu sehen ist.

T-Shirt-Statements

Stimmung und Meinung dagegen allen zeigen, das lässt sich noch am besten mit Aufnähern, Buttons  und Aufklebern auf Taschen, oder man zieht sich selbstgemachte wandelnde Facebook-Schilder an. So kann man beispielsweise T-Shirts bedrucken auf shirts-selbst-bedrucken.de „Peace“ und „Hate you“ gehören sowieso zum Stammrepertoire oder  – auch sehr schön und schon viele Male gesehen: „I make mistakes, so I do exist“ (Ich mache Fehler, also bin ich) oder „I am not perfect, but I am an original“ (Ich bin nicht perfekt, ich bin ein Original/alternativ auch Unikat). Fallen euch schon die Parallelen zu den FB-Schildern auf?

Die einen machen es zaghaft, die anderen sind da schon extrovertierter, aber eines ist den meisten Sprüchen und Symbolen gleich: Es sind Statements, die zeigen, wie wir denken und fühlen.

 


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