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Ein Blick auf Jan Taminiau

Mode ist Mode ist Mode könnte man sagen, hätte damit alles erklärt und dennoch nichts verstanden oder eben umgekehrt. Nun gibt es die großen Designer, die bspw. auch auf der Berliner Fashion Week zum Teil ihr Unwesen treiben und dieses große Wort Haute Couture. Es gibt eben Mode, die schon Kunst und kaum mehr tragbar ist, dennoch hat fast jeder namhafte Designer solch eine Kollektion auf Lager. (Bild: obs/Art of Life – Verband der niederländischen Orchideenzüchter/Duy Vo)

Designer Jan Taminiau ist einer von diesen Designern und präsentierte gerade seine Orchideenkleider auf einer Pariser Modenschau in der Niederländischen Botschaft. Warum picke ich nun aber gerade diesen Designer heraus, denn Mode, die an Blumen orientiert ist und für mehr als nur einen pompösen Auftritt sorgt, ist an sich jetzt noch nicht Grund genug und besonders genug.

Jan Taminiau hat bereits Mode für Königin Maxima und Lady Gaga entworfen, was seine Bandbreite wiederspiegelt. Dennoch ist es enttäuschend, dass seine Kollektion von einem Magermodel mit Puppenattitüde und mangelnder Ausdruckstärke vorgeführt wird. Wie schön könnten so wundervolle Roben an Kurven aussehen und da rede ich jetzt nicht unbedingt gleich von Rubens, sondern auch schon nur von etwas Brust und etwas Hüfte, eben mehr als Size 0 und drunter zu bieten haben.

Jan Taminiau kreiert Kleider, die nach Auftritten wie dem roten Teppich, Hochzeiten, Gala-Events und Co. schreien. Und tatsächlich versteht sich der Designer als Künstler und leitete seine Modenshow mit folgenden Worten ein:

„(…)Nach fast zehn Jahren herkömmlicher Modenschauen habe ich mich dieses Mal für eine intimere Salonpräsentation entschieden, mit der ich Sie auf eine Entdeckungsreise führen kann. Es ist eine persönliche Reise, während der ich Ihnen Dinge zeige, die mich faszinieren, wie z B. das Kunsthandwerk, und meine Freude darüber, wie dies alles in einer modernen Modekollektion vereint werden kann. Der Ausgangspunkt für diese Kollektion war ein Foto, das mir sehr am Herzen liegt. Es zeigt einen antiken Schal und eine Orchidee. (…) Der alte Schal aus Indien mit seiner bescheidenen und schlichten Stickerei berührt mich. (…) Meine Welt besteht aus einer Mischung zwischen der Vergangenheit, der Gegenwart, Arbeitstechniken und Kunstfertigkeit. Ich übertrage alle diese Elemente, inklusive meiner Emotionen, auf Formen und Materialien. So baue ich meine Kollektion auf und schaffe ein Kraftfeld zwischen den Materialien: glänzend gegen matt und hart gegen weich.

Tja, und betrachtet man seine Haute Couture als Kunst, ist sie definitiv einer Betrachtung wert und könnte auch zur Inspiration für die ein oder andere Hochzeit herhalten!


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