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Alber Elbaz inspiriert sich an „Wünschen und Begierden“

Der Designer, der spätestens nach seiner Lanvin-Kooperation mit H&M auch einem breiteren Publikum bekannt sein dürfte, erklärt, wie es zu seiner neuen Kollektion kam, und dass er dazu keine wirkliche Inspiration nennen könne.

„Die Pre-Kollektion hat keine wirkliche Inspiration“, verdeutlicht er. „Sie stammt nicht von einem Ausflug nach Indien, sondern hat ihren Ursprung mehr in Wünschen und Begierden und darin, Frauen anzukleiden. Immer mehr Frauen erzählen mir, dass sie abends nicht oft weggehen, die ganzen überladenen Kleider aber sehr gerne tagsüber tragen.“

Für ihn, so Elbaz, sei dies ähnlich des Geschirrs, das zu besonderen Anlässen aufgedeckt werde, denn das, so der Designer, solle man „jeden Tag, morgens, wenn man sich danach fühlt und wenn man alleine ist“, aufdecken.

Während er in Sachen Mode begeistert von der Wandlung ist, dass Abendkleider nicht mehr nur zu den entsprechenden Anlässen aus dem Schrank geholt werden, verschließt er sich hingegen gegen die Neuerungen des 21. Jahrhunderts. So nutze der Modeschöpfer weder das Internet, noch den elektronischen Postweg, gesteht er im Vorfeld seiner Präsentation. Jedoch, so räumt er ein, schaue er sich jeden Morgen ein paar Bilder mit seinem Freund an.

„Ich sehe das Internet jeden Morgen“, erklärt er umständlich. „Ich habe keine e-mail-Adresse und benutze das Internet auch nicht. Aber mein Freund Alex macht mir jeden Morgen Kaffee und wir schauen uns diese Bilder an. Und ich sehe immer mehr stylishe Frauen, die tagsüber Abendkleider tragen und dachte mir: ‚Wie wunderschön.'“

Somit, so der 49-Jährige im Gespräch mit ‚The Cut‘, ginge es nicht mehr nur um „nette graue Sweatshirts und nette grade Röcke“, sondern die Mode werde über den Tag hin bereits „ausgefallener“.


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