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Kleidung und Schmuck aus dem Drucker

Bei Modellierungsarbeiten, in der Architektur oder in der plastischen Chirurgie werden 3D-Drucker bereits eingesetzt. Warum also nicht auch in der Modewelt?

3D Druck – was ist das eigentlich?

Maschinen, die ein Miniaturgebäude in 3D anhand von Computerdaten entstehen lassen können, nennen sich 3D-Drucker. Anstelle von Tinte kommen pulverförmige oder flüssige Stoffe in die vorgesehenen Druckerkammern. Durch Schmelz- und Abkühlprozesse entsteht dann allmählich das fertige Modell Schicht für Schicht außerhalb des Druckers. Stoffe, die sich verflüssigen lassen und auch im festen Zustand wieder robust werden, sind die „Tinten“ eines 3D-Druckers. Dazu zählen Kunstharze, Kunststoff, Keramiken oder Metalle. Wer sich damit näher befassen möchte, auf dieser Seite wird 3D anschaulich erklärt.

Nach diesen Anforderungen könnten also auch Latex und Nylon, was nicht nur für Strumpfhosen verwendet wird, als 3D-Print-Stoff in Betracht kommen.

Modeschmuck ganz individuell

Mit diesem Druckverfahren lassen sich also über Nacht Ideen in Wirklichkeit verwandeln, oder besser schmelzen. Futuristische Anhänger, Ketten, Gürtel und andere Accessoires könnten bald aus dem Drucker kommen. Während sich die deutsche Mode gegenüber 3D-Print noch ein wenig zurückhaltend verhält, laufen bereits anderswo Experimente mit, nennen wir es, Pseudo-Holzschmuck. Forscherinnen in Kanada basteln nicht nur mit Kunststoffen, sondern eben auch schon mit organischen Stoffen. So dürfte es bald möglich sein, sich die Ohrringe, Ringe oder individuelle Anhänger (vielleicht mit dem Lieblingsfabelwesen) nach seinen eigenen Vorstellungen anfertigen zu lassen.

Passgenaue BHs und Kleidchen aus der Ideenschmelze

Dank 3D-Druck in der Modeindustrie ist aber ebenso passgenaue Kleidung möglich. Was der Computer dafür braucht, sind die richtigen Abmessungen am eigenen Körper. So könnte ein perfekt sitzender BH oder Bikini genauso kreiert werden wie ein Stretch-Minikleid. Überhaupt sind damit Kollektionen möglich, die es zuvor noch nicht gab.

Bei der Pariser Modenschau „haute couture“ wurde diese Art von Mode 2012 vorgestellt. Als Vorreiterin der 3D-Mode gilt inzwischen die Modedesignerin Iris van Herpen. Gemeinsam mit der österreichischen Architektin Julia Körner entwickelt sie neue Kollektionen. Mit ihren Ideen hat van Herpen bereits Lady Gaga und Björk begeistern können. Vielleicht ist das nächste Lady-Gaga-Kostüm ein sexy 3D-Print. Dita von Teese hat ihres bereits.

Bild-Screenshot: Youtube

Kleidung und Schmuck aus dem Drucker, 5.0 out of 5 based on 1 rating

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Kommentare

  1. Gerhard Schröder

    Es gibt auch schon Modeschmuck aus dem 3D-Drucker:

    http://www.wewearsmartwear.de/2013/05/modeschmuck-aus-dem-3d-drucker-hot-pop-factory/

    Viele Grüße aus Essen,

    Gerd

2 Kommentare