Ganz vegane Mode
Über den Trend zu fair gehandelter und nachhaltig produzierter Mode, sogenannter Green Fashion, habe ich an dieser Stelle bereits berichtet. Eine weitere Möglichkeit sich getreu seiner Prinzipien zu kleiden ist vegane Mode, also Mode die aus keinerlei tierischen Materialien besteht. Solche Mode herzustellen ist gar nicht so einfach, denn lederfrei bedeutet keineswegs vegan, da beispielsweise Klebstoffe sehr oft aus Inhaltsstoffen tierischen Ursprungs bestehen oder zumindest an Tieren getestet wurden. In den unendlichen Weiten des Internets haben wir uns auf die Suche nach schicker veganer Kleidung gemacht und sind mehrfach fündig geworden.
Ein interessantes Schuhlabel, das sich auf die Herstellung veganer Damenschuhe spezialisiert hat, ist Lylium. Auf der sehr schön gestalteten Webseite des Labels findet Frau Schuhe verschiedenster Art, die eines verbindet: Alle sind vegan hergestellt. Dass es sich dabei keineswegs um fade Ökotreter sondern um richtig schicke Designerstücke handelt, brauche ich wohl nicht gesondert zu erwähnen. Mir gefallen sowohl die Schuhe, als auch der ganze Auftritt von Lylium wirklich gut, besonders schön finde ich folgenden Satz aus „Das ist Lylium”: „Tierschutz ist kein Trend, sondern eine Einstellung.”
Dass Tierschutz heutzutage durchaus stylish sein kann, beweist auch der österreichische Online Shop Muso Koroni. Benannt nach einer westafrikanischen Göttin, der Mutter aller Lebewesen, bietet Muso Koroni ausschließlich zu 100% vegane Mode an. Und die kann sich definitiv sehen lassen, wie man auf ansprechend gemachten Fotos bewundern kann! Neben Mode aller Art kann man übrigens auch vegane Beautyprodukte, wie Cremes oder Make-up, ganz bequem online bestellen.
Immer mehr Anhänger tierfreundlicher Mode gibt es auch unter den Promis. So bevorzugt beispielsweise Natalie Portman lederfreie Schuhe. Auch die Designerin Stella McCartney ist überzeugte Tierschützerin und legt bei ihren Kollektionen großen Wert auf vegane Herstellung. Ein weiterer unermüdlicher Promi im Auftrag des Tierschutzes ist Thomas D. von den „Fantastischen Vier”. Der Vegetarier und langjähriger Peta-Unterstützer veröffentlichte für das vegane Lifestyle-Label Avenging Animals sogar eine eigene VIP-Kollektion.
Vegane Mode sieht also nicht nur gut und stylish aus – auch der Preis ist, wie vielleicht fälschlicherweise angenommen, keineswegs höher als bei herkömmlichen Produkten! Die Nachteile? Mir fallen keine ein…

Ein wenig übertrieben das Ganze für meinen Geschmack. Leder oder Pelze nicht zu tragen kann ich noch gut verstehen. Tiere werden dann extra für die Produktion getötet und es gibt ja auch schöne Imitate. Aber darauf zu achten, in welchen Materialien möglicherweise etwas tierisches stecken könnte, macht das Leben ja wohl nur unnötig schwer. Veganer haben es da ja auch nicht leicht und müssen auf unglaublich viele Dinge verzichten. Der Bruchteil an tierischen Bestandteilen in Schuhen/Kleidung ist mir persönlich zu gering, als dass ich deswegen auf ein schönes Paar Schuhe oder neue Jeans verzichten würde.
Kommentar von Flüge — 17. Juli 2009 @ 16:38
Hallo Flüge, die Tiere werden auch für die Schuhproduktion grausam gehalten und geschlachtet. Daher wäre ein Verzicht auf Schuhe aus Leder ein Zeichen für den Tierschutz! Darüber hinaus gibt es auch viele schöne Schuhe aus veganem Material – einfach mal googeln.
Kommentar von Nicki — 29. August 2009 @ 07:19