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20. August 2009

Strumpfhosen & Leggings: Trend oder Fauxpas?

Kaum ein Trend ist in diesem Jahr so umstritten wie die zurückgekehrte Modesünde namens Leggings. Von Magermodels tragbar vorgeführt, haben es die Nylon-Geister der 80er wieder zurück in die Läden und auf das Damenbein geschafft und bei mindestens jeder zweiten Trägerin leider  wohl eher absolut verirrt. Da könnte ich es glatt mit der Castingfrage aller Fragen halten: „Habt ihr keine Freunde?“ . Da werden die Waden gequetscht, die Pobacken zum freien Wippen rausgehangen, O- und X-Beine abstrakt in Szene gesetzt, es werden Beine optisch verkürzt, Unterhosenblitzer laden zum Spannen ein und überall mangelt es an Kombinationsgeschick und passendem Schuhwerk inklusive Laufstil.

Mädels, mal ehrlich: Das soll schön sein? Das soll Stil haben? Leggings sind ganz klar nach wie vor out. Wer dennoch nicht wiederstehen kann seine Figur mit den Hochwasser-Beinquetschern zu ruinieren, der kann sich gern das eine oder andere Modell im socken-strümpfe-shop oder bei  Otto bestellen. Letzterer bietet den Modespaß sogar im Wet-Look an – das wär dann das Modell „Beinschwabbel Extreme“ für die ganz mutigen Figurverunstalter. An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich ein absoluter Gegner von Magerwahn und Befürworter von Weiblichkeit bin und finde, dass sich keine Frau, egal ob perfekt oder nicht perfekt, hinter den  Klappergestellen der Modebranche verstecken sollte. Aber leider funktioniert der Leggingstrend maximal bei Kleidergröße 36. Ein kleiner Trost bleibt vielleicht, dass die umstrittene Size Zero in Leggings ebenfalls nicht mehr zumutbar aussieht: Knochenfreak lässt grüßen!

Es geht aber auch anders. Immerhin hat der Trend zur Beinbedeckung ja auch seine guten Seiten, so kann Frau unliebsame Zumutungen der Natur wie Krampfadern Cellulitis, Hautrisse, Narben oder Besenreißer geschmackvoll verstecken. Dennoch ist es selbst bei Strümpfen und Strumpfhosen so, dass Frau darauf achten sollte wozu sie was kombiniert und zu welchem Anlass sie was trägt. Blicke sind der  Trägerin von Beinkleidern wie Tattoo-Socken, Tattoo-Strümpfen, Cowgirl-Strümpfen, Spaß-Strumpfhosen oder Modellen von Funny Legs so oder so sicher.

Weniger Funfaktor für Trägerin und Zuschauer, aber dafür Erotikfaktor im Spiel mit der Weiblichkeit reizen halterlose Strümpfe, Rüschenstulpen und Nylons aus. Für Ersttäter in Sachen enger Beinbekleidung empfehle ich vor allem Hosieria. Dort gibt es alles von der simplen Tagessocke bis zu aufreizenden Overknees. Und wer weiter auf dem Pfad der mutmaßlichen Trendsetter reisen will, komme was wolle, „um Biegen und Brechen“, um jeden Preis oder einfach auch lauter „Jucks und Dallerei“, der sollte auch im kommenden Herbst/Winter den bunten Modegag der  Zehensocken mit Hingabe zelebrieren. Übrigens hat auch die Schuhmode vor den Zehen kein Erbarmen. Die FiveFingers für das ultimative Outdoor-Vergnügen sollen angeblich auch im Straßengebrauch der absolute Trend werden.

Also: Zeigt her Eure Beine, zeigt her Eure Füße…trallallalllalllallaaaaaa…..  !!!!

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1 Kommentar »

  1. [...] Kombinieren ist in diesem Fall aber ebenso wichtig wie bei Strumpfmode und kann schnell mal mächtig daneben gehen. Hier entscheidet also der Anlass und die [...]

    Pingback von Von Korsetts zu Betty Page | Fashion & Lifestyle Blog — 26. August 2009 @ 11:59

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