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Mode, Fashion, Stars und Lifestyle

28. September 2009

Alles Pappe oder was?

Als passionierte Umräumerin, keimt in mir schon seit eh und je der Wunsch nach möglichst leichten und unkomplizierten, aber dennoch pfiffigen Möbeln auf. Und so platzbringend vielleicht Schrankwand, Einbauküche und Bett mit riesigem Bettkasten sind, eines werden diese Möbelstücke nie sein: benutzerfreundlich. Schnell mal Umräumen ist einfach nicht drin. Gut, einige Menschen lieben ihren konstanten Trott oder ihre wohlige Höhle der Unveränderlichkeit, aber was macht der Rest?

Richtig, der übt sich in Kreativität und Kraftakten. Ausgiebige Schleppszenarien sind den Deko-Junkies ebenso bekannt wie Shoppingexzesse. Egal ob es das Luxusbett von Hi-Can, ein Fundstück auf dem Flohmarkt oder ein Basic von Ikea ist, Möbel sind quasi ein ausgelagerter Teil der Persönlichkeit und wer möchte sich schon bei der Entfaltung seiner Persönlichkeit einschränken lassen?

Um so witziger, dass ausgerechnet ein so unglamouröses Material wie Pappe neue Trends setzt. Die sogenannten Pappmöbel bzw. Kartonmöbel sind nämlich nicht nur bei Hugendubel-Besuchern, wo man derzeit Papphocker erstehen kann, sehr beliebt. Viele Designer versuchen sich mit mehr und weniger Erfolg an dem sehr speziellen Material und kreieren doch auch ein paar recht ansehnliche Stücke der Kategorie Mobiliar. Natürlich kann man der Pappe auch kostensparend selbst zu Leibe rücken und mit einer der Techniken wie dem Sandwich- oder Röhren-Prinzip tolle individuelle Schuhregale oder Sitzlandschaften basteln. Für eher unbegabte Bastler bietet sich natürlich aber auch der altbewehrte Kauf an.

Zwei der neuzeitlichen Design-Vorreiter für Kartonmöbel sind Peter Raacke, der sogar im Museum für Gestaltung Zürich mit seiner Pappkunst vertreten ist und Frank Gehry mit seiner Easy-Edges-Linie und später den Experimental-Edges. Zu den letzteren zählt zum Beispiel ein kunstvoller Wellkarton-Sessel mit aufwändigem Design und beachtlichem Preis, „Aber Kunst-Design hat eben seinen Preis.“ Würden Kenner jetzt beisteuern. Und in der Tat ist Papp-Design, anders als man vielleicht denkt, recht teuer. Ob einer der erwähnten Hocker bei Hugendubel, ein simpler Papp-Sessel im Peter Raacke Design, maßgefertigte Pappmöbel nach individuellen Vorstellungen, Rock’n‘ Roll Regale oder Tische – das alles hat so seinen Preis.

Und bei aller Individualität und Kreativität lässt sich auch hier über Geschmack streiten, denn ich persönlich möchte nicht auf dem Papp-Bett mit Umzugskarton-Charme schlafen oder  Hocker der Gattung Geschmacksverirrung bei mir herumstehen haben. Selbstgebaut sähe das ganze natürlich noch etwas anders aus, denn da würde selbstverständlich der Stolz auf das Kunstwerk Marke Eigenbau überwiegen, versteht sich. Aber auch Papp-Design verdient eine Chance und deshalb tendiert mein Daumen zumindest für das Riesen-Sofa und die Regal-Schafe nach oben. Und was haben ein bisschen Farbe und Deko nicht schon alles aufgepimpt ;)

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4 Kommentare »

  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Kim Smith und Mode Berater erwähnt. Mode Berater sagte: #mode Alles Pappe oder was?: Als passionierte Umräumerin, keimt in mir schon seit eh und.. http://bit.ly/xchBY #fashion #style [...]

    Pingback von Tweets die Mit Pappmöbeln auf Pappe gekommen | Fashion & Lifestyle Blog erwähnt -- Topsy.com — 28. September 2009 @ 16:33

  2. Hallo!
    Ich habe auch mal einen Bericht darüber im Fernseh gesehen,
    die Sollen wirklich stabil sein. Und es gibt die auch in den tollsten Formen und Farben.
    Nur denke ich, das sie nicht viele Umzüge überleben werden.
    Gruss

    Kommentar von Kiki — 12. Oktober 2009 @ 15:24

  3. Guten Tag,
    Durch das einzigartige Design, die spektakulären Strukturen und das interessante Material ist IdeaCarton einer der wenigen Firmen, die wirklich elegante und zugleich moderne Kartonmöbel anbietet. WIe in diesem Blog schon erwähnt halten die Möbel bis zu 130kg stand. Das ist aufgrund der Struktur zurückzuführen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Das IdeaCarton-Team

    Kommentar von Ali Elkhaiat — 15. Mai 2011 @ 13:26

  4. Kann die Stabilität von Pappmöbeln nur bestätigen. Darf ein 2 auf 2 Meter großes Pappbett mein eigen nennen und das ist stabiler als so manche Holz- oder Stahlkonstruktion.

    Kommentar von Emma — 23. Januar 2012 @ 15:20

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