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25. August 2010

Michaela Keune unter der Wiesn-Trendlupe

Michaela Keune DesignDenkt man an München und das Oktoberfest, fallen einem nicht unbedingt zuerst Stichworte wie Rokoko, 19. Jahrhundert oder Hofgewand ein. Dennoch verbergen sich hinter all diesem tradionell orientierte Neuauflagen mit Dirndl-Qualität. Michaela Keune hat sich nämlich mit ihrer Mode zum Ziel gesetzt bayrische Dirndl Tradition mit höfischem Rokoko und modernen Einflüssen zu kombinieren. Unter diesem Vorhaben hat die Münchner Designerin auch 2010 wieder jede Menge Mieder, Schürzen, Röcke und Blusen kreiert, die alle diesem Crossover-Look entsprechen. (Bild: openpr/Michaela Keune)

Natürlich bleibt der Tage auch der Gedanke an die Wiesn nicht aus, deshalb soll die Trendlupe nun mit dem Oktoberfest-geiste über der Kollektion von Michaela Keune kreisen.

Mit Hilfe von traditionellen Trachtenstoffen, Handstickereien, Schnürungen an Mieder und Korsagen entsteht unweigerlich ein vergleichbarer Stil zum Dirndl, der jedoch durch die Anlehnung an  Moderne und Rokoko ein wenig aufgebrochen wird und so etwas ganz eigenes bekommt. Farben wie Grün, Pink oder Rot sind nach wie vor absolut Wiesn-tauglich und auch Mieder geben gemeinhin dem offenherzigen Feste seinen Reiz. Damit wären zwei Kriterien der Wiesn-Trendlupe schon einmal erfüllt. Und Michaela Keune sagt auch selbst: „Generell macht jedes Dirndl eine schöne Figur. Aber der traditionelle Schnitt mit langem Rock ist dafür besonders geeignet. Der fließende Stoff kombiniert zu einer engen Korsage kaschiert gekonnt so manche, weibliche Problemzone. Somit wird ein einzigartiges Gefühl von Weiblichkeit und Schönheit erzeugt.“

Besonders die Mieder haben natürlich den Vorteil, dass sie mehrfach kombinierbar sind und somit nicht auf ein Outfit beschränkt sind. So könnten theoretisch schon durch kleine Veränderungen  mehrere Wiesn-Looks mit nur einem Mieder möglich und mehrere Oktoberfest-Outfits schnell bei der Hand sein. Und auch wenn die Mode von Michaela Keune komplett in Handarbeit entsteht, lassen sich auch hier ein paar Kritikpunkte finden.

Zum einen ist die Website eher mühsam in der Handhabung. D.h. dass das Klicken durch die Bildergalerien, die zudem auch schlecht beschriftet sind, keinesfalls der fröhlichen und unkomplizierten Leichtigkeit eines Schaufensterbummels oder Shopping-Ausfluges entsprechen. Und anstrengend sollte Shoppen ja nun eigentlich wirklich nicht sein. Auch sonst birgt die Online Präsenz nicht viel Ansprechendes in sich.

Ein Pluspunkt ist jedoch die Übersetzung der Mode-Designerin von Tradition auf Business, denn in ihren Kollektionen finden sich auch ein paar vielversprechende Business-Outfits wie etwa die Bluse B1, die den Büroalltag vor allem während des Oktoberfestes auf eine traditionell moderne Art und Weise versüßen dürften.

Fazit zu Michaela Keune: Wiesn ja – Alltag bedingt – Homepage geht gar nicht!

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