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21. Oktober 2008

Fashion und Fair Trade – passt das zusammen?

Habt ihr euch eigentlich schon mal damit auseinander gesetzt, unter welchen Bedingungen die Klamotten, die ihr tragt, hergestellt werden? Während ich mit dem Shoptest über den Grundstoff-Shop beschäftigt war, habe ich angefangen, mal ein bisschen über Fair Trade und Ökotrends in Sachen Kleidung zu recherchieren.

Dabei ist mir aufgefallen, dass immer mehr namhafte Designer beginnen, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Es gibt inzwischen jede Menge Labels, die ihre Klamotten aus Biobaumwolle herstellen und unter fairen Arbeitsbedingungen produzieren lassen.

Und im Gegensatz zu so manchen Vorurteil, das man gegenüber “Öko”-Waren hat, heißt öko schon lange nicht mehr gleich einfarbig und langweilig. Auch richtig hippe, sportliche Labels achten inzwischen auf die “Bio-Qualität” ihrer Ware. Schließlich tut man mit dem Kauf von fair produzierter Kleidung nicht nur den Arbeitern auf den Baumwollfeldern oder in den Nähfabriken etwas Gutes, sondern auch sich selbst. Zum einen natürlich fürs gute Gewissen, zum anderen aber auch seiner eigenen Gesundheit. Schließlich wird bei Öko-Klamotten auch auf Spritzmittel oder Giftstoffe in den Farben verzichtet. Trotzdem muss Bio oder Fair Trade nicht immer gleich teurer als konventionell gerfertigte Sachen sein.

Neben zahlreichen Online-Shops habe ich übrigens noch eine ganz interessante Seite entdeckt. Der Sender BBC hat mit sechs jungen Leuten, die sich alle für Mode interessieren und großen Wert auf ihr gutes Aussehen legen, ein Experiment gemacht. Alle haben eine Zeit lang auf indischen Baumwollfeldern und in Nähfabriken gearbeitet, um mal hautnah zu erleben, wie ihre schicken Klamotten überhaupt hergestellt werden. In etwa 2 1/2-minütigen Videoclips kann man sich anschauen, was sie erlebt haben und wie sie sich bei der Arbeit gefühlt haben. Die zwei Jungs und vier Mädchen sind in eine ganz andere Welt eingetaucht: körperlich sehr anstrengende Arbeit auf den Feldern,  hoher Leistungsdruck in der Fabrik,  unglaublich schlechte hygienische Verhältnisse – und das alles bei extrem niedriger Bezahlung. Anschauen könnt ihr euch die Clips hier .

Dieses Experiment hat seine Teilnehmer geprägt, sie alle haben angefangen, sich darüber Gedanken zu machen, woher ihre Kleidungsstücke überhaupt kommen. Ich finde, das sollten wir alle mal. Und gerade die Designer sollten anfangen, ihre Stücke unter fairen Bedingungen zu produzieren. Schließlich muss man auch jede Menge Geld dafür ausgeben. Davon sollten nicht nur die Label-Chefs produzieren. Auch wenn sich das abgekaut anhört – ohne die Arbeiter würde es die schicken Klamotten ja gar nicht geben.

Was denkt ihr? Habt ihr auch noch ein paar Tipps, wo man mit “gutem Gewissen” einkaufen kann?

Hier findet ihr übrigens eine Liste mit Herstellern von Fair-Wear.

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1 Kommentar »

  1. Ich finde gerade fashion und fairtrade passen zusammen. Viele kleine Designers haben sehr ausgewöhnliche Ideen und für den, der sie trägt sind es meist Einzelstücke!

    Kommentar von Tobi — 12. November 2008 @ 17:03

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