Fashion Schocker im August & haarige Skelette
Oh welch Überraschung, jetzt versuchen uns die Designer nicht mehr nur Klappergestelle von Models mit ausgeprägtem Magerwahn als Trend und Schönheitsideal auf zu diktieren, sondern jetzt geht es auch noch wirklich an die Knochen. Skelette in allen Formen und Farben und überhaupt alles, was sich normalerweise unter den Klamotten abspielt, findet seinen Weg in die Öffentlichkeit. (Foto: Thomas Ott)
Es gibt sie als Print-Vorschlag auf Freizeitjacken, als Krönung des schlechten Geschmacks der Leggings-Ära und auch als Strumpfhosen-Aufdruck, wobei diese bei den Fehlgriffen diesen Sommers vermutlich wieder als Hose herhalten muss und man sich fremdschämender Weise fragt, wo die Trägerin nur ihre Hose, Rock etc. gelassen hat.
Auch nicht zu verachten, ist der morbide Gürtel aus silbernen Skelett-Händen, der ein bisschen zu einem Tänzchen mit dem Tod einzuladen scheint. Dem setzen wohl nur noch die Schmuckstücke aus der Unborn-Kollektion von Patricia Nicolas die Krönung auf. Wenn es nach der Designerin geht, baumeln vor allem Skelett-Hände bald an Ohren, Hals und Handgelenk.
Aber auch Venen und picklige Wampen schaffen es als modische Fehltritt-Prints auf Shirts und Longshirts, da kennt man keine Scham, wie es scheint. Jedoch findet man die Scham eindrucksvoll in Form von Haaren auf Schuhen wieder, über die man nur den Kopf schütteln kann. Wem das noch nicht haarig genug ist, der wird erfreut sein zu hören, dass auch in der bunten Welt der Handtaschen ein haariger Exkurs ins Grauen stattfand. Und um beim Thema Haare den nächsten Fashion Schockern schon ein wenig vorweg zu greifen, die Designer sehen allen Ernstes Fell erneut als Herbsttrend an. Deshalb gibt es wohl auch jetzt schon so widerliche Angelegenheiten wie Tier-Huf-Schuhe und tierische Flaschenhalter. Mensche sind doch manchmal echt einfach nur ekelhaft und grausam.
Zum Fremdschämen bietet sich übrigens der spitze Ohren-Verlängerungs-Schmuck in Mister Spock-Manier an, wobei auch der modisch eher fragwürdig ist.

Da kann man ja kaum hinschauen… Hoffen wir einfach, dass sich der “Trend” nicht durchsetzt…
Kommentar von Mia — 9. August 2010 @ 13:50
Hoffe,dass diese sogenannten Designer nicht noch Geld damit verdienen.
Kommentar von Torsten — 10. August 2010 @ 07:31