Lieber spät als nie: Bloglovin’ und andere vermeintliche Technik-News
Twitter ist in aller Munde, aber nicht jeder steht auf diese Art der Newsverbreitung. Der eine oder andere sehnt sich nachso wundervollen Blogs wie diesem hier. Wie bekommen die wundervollen Blogeinträge aber alle gleich viel Aufmerksamkeit durch den geschätzten Leser? Und wie verpasst dieser keine der aktuellen Einträge in seinen Lieblingsblogs? Mit einer recht einfachen, aber absolut praktischen Idee, die durchaus der Vorläufer des Twitter-Konzeptes sein könnte, kann man nicht erst seit heute Ordnung in sein Blogchaos bringen. Bloglovin’ wird für viele jetzt keine Riesen-Neuheit sein, aber man vergisst bei der rasanten technischen Entwicklung ja immer wieder alles so schnell.
Während man also bei Twitter einem Twitterer folgt, geht es hier um den „Follow” von ganzen Blogs. Man kann seine beliebtesten in Popular Blog Charts auflisten und bekommt die neuesten Beiträge aus allen Blogs an einem Ort gesammelt angezeigt. So weit so gut, durchaus sinnvoll, aber ohne Englischkenntnisse ist hier nicht viel zu holen. Die schwedische Lösung für mehr Ordnung im Blog-Linkschrank ist dennoch ebenso praktisch wie andere schwedische Importschlager, daher gibt es auf jeden Fall ein Bienchen für die fleißigen Entwickler hinter Bloglovin’.
Wer aber mit dem schnellen technischen Strom mitschwimmen will, der kann sich vor allem auf alle verbindenden Elemente zwischen Internet und Handy oder Neuerungen für persönlichere Computerarbeit freuen. So gibt es zum Beispiel von SoftMaker zwei neue Fontpakete mit Handschriften. So kann man demnächst aus weiteren 58 Schriftarten auswählen, damit der maschinell erstellte Text trotzdem den Charme eines handschriftlichen Exemplares besitzt.
Komisch ist aber, dass bei allen Bemühungen in Sachen Fortschritt immer wieder das Bedürfnis nach Menschlichkeit und Authentizität stark wird. Es geht eben nichts über einen schönen Brief oder ein tolles Buch, das ja entgegen aller Erwartungen keineswegs ausschließlich von Nostalgikern noch gekauft wird. E-Books, also die elektronische Form von Büchern, behaupten sich nämlich nur sehr schwer auf dem Markt.
Die Frage ist, ob die Entwicklung bei der Ablösung des Fernsehers durch den Computer ebenso schleppend vorangehen wird oder ob sich die beiden einfach perfekt ergänzen werden. Fakt ist, momentan sprießen Internetserien wie Candygirls nur so aus dem Boden. Wer in dieser Richtung also mehr sucht, dem ist zum Beispiel 3min.de zu empfehlen.
Und diejenigen, die nicht nur News mittlerweile statt in der Zeitung im Internet lesen, sondern nun auch eine visuelle Alternative zum TV suchen, für die gibt es Infoseiten wie die des ADAC. Dort gibt es zum Beispiel Infovideos zu Mardern oder Tipps für den nächsten Auto-Kauf. Da bleibt nur die Frage offen: Wo bitte bekomme ich einen Goldesel her?
In diesem Sinne wünsche ich allen viel Spaß in der Zukunft namens Jetzt und genügend Geduld mit all der Werbung, nervigen Pop-up-Fenstern und all dem Dreck, der einem den Genuss am Internet ebenso schnell verderben kann wie an der Lieblingssendung im TV.