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Mode, Fashion, Stars und Lifestyle

24. Juli 2009

Beth Ditto – Plus Size unter Reichen und Schönen

Brit Awards 2008 - Inside Arrivals

Die Modewelt ist eine Welt voller Widersprüche. Während auf Laufstegen und Werbeplakaten perfekt durchtrainierte Magermodels dominieren, zeigt man sich dann doch gerne auch mal tolerant und bewunderungsfähig gegenüber dem Unperfekten, ja sogar Unschönen. Bestes Beispiel ist die offen zur Schau gestellte Bewunderung diverser Modedesigner für Beth Ditto. Nicht nur der spindeldürre Karl Lagerfelt outet sich als Fan der übergewichtigen und lesbischen Sängerin der amerikanischen Rockband „The Gossip”, es hagelt sogar Lob im Überfluss aus allen Richtungen für Dittos unrasierte Beine und Achseln, hautenge Outfits und Zurschaustellung dessen, was die Modewelt sonst eigentlich gar nicht so gerne sieht. Allerdings macht das Phänomen bei genauerer Betrachtung durchaus Sinn.

Beth Ditto steht mit ihrer ganzen Erscheinung für eine Unangepasstheit, die sich heutzutage viele gerne öffentlich auf die Stirn tätowieren, weil es einfach schick und angesagt ist „anders” zu sein. Und wenn man schon selbst nicht den Mut besitzt es dermaßen schamlos und offen auszuleben wie Beth Ditto, kriegt man ja vielleicht zumindest etwas von ihrem Image ab, wenn man sie öffentlich hochleben lässt. Besser als sich von ihr vielleicht noch die Show stehlen zu lassen, ist das auf jeden Fall. Und wenn dann irgendwann der musikalische Erfolg der Band nachlässt, hat man vielleicht auch das Ausnahmephänomen Beth Ditto mit Bravour überstanden und sein öffentliches Bild mit ihrer Hilfe sogar noch aufpoliert. Die Sängerin selbst sieht ihren momentanen Sonderstatus bei den Reichen und Schönen jedenfalls sympathisch nüchtern: “Es ist ein Spiel, und ich mache mit, weil es Spaß macht. Bei den nächsten Schauen sitzt jemand anders da.”

Und obwohl sie von diversen Designern auch bereits Outfits auf den prallen Leib geschneidert bekommen hat, ist sich die 28jährige mit Sicherheit klar darüber, dass das Sonderanfertigungen sind, die sonst in den Kollektionen der Modegötter nicht vertreten sein werden. Abhilfe schafft da nur eine eigene Kollektion und die hat Ditto nun mit Hilfe des britischen Übergrößenlabels Evans realisiert. Während man es dort sonst eher konservativ mag, zelebriert die Ditto-Kollektion Schräges und Schrilles, eben ganz im Stile der neuen Modeikone. Was bleibt, ist natürlich die Frage nach der Tragbarkeit im Alltag. Für Ditto mag die Rolle der respektlosen Punkrockgöre ja funktionieren, aber die etwas zu dicke Sekretärin der Logistikfirma XY hat erstens mit Sicherheit nicht das Selbstvertrauen so aufzutreten und würde zweitens bestenfalls belächelt und im schlimmsten Fall nach Hause geschickt werden, um sich was „Vernünftiges” anzuziehen.

Das findet sie dann wohl eher bei Ulla Popken oder bei Deutschlands Einrichtungskönigin Tine Wittler. Auch die hat nämlich in Zusammenarbeit mit der Hamburger Modedesignerin Sabine Hanneger ihre eigene Kollektion namens Pralle Welt entworfen. Ich würde einiges dafür geben um zu erfahren wie Beth Ditto und Kaiser Karl das finden…

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3 Kommentare

  1. WOW! Ihr Designer hasst sie vielleicht! Das ist bestimmt ein schlechter Scherz mit dem Mädchen.

    Kommentar von Heidi — 23. September 2009 @ 14:13

  2. [...] vor allem bekannte Gesichter mit weiblichen Formen wie Beyoncé, Jennifer Lopez und Sängerin Beth Ditto für runde Pfunde. Beth Ditto (modisch) in Form, Rechte: [...]

    Pingback von Supersize | ahornzeit — 30. September 2009 @ 08:32

  3. [...] Beth Ditto und der Veröffentlichung von „Hungry“, einem Buch in dem das Ex-Magermodel Crystal Renn mit [...]

    Pingback von Plus Size: Mode für Mollige | Fashion & Lifestyle Blog — 12. Oktober 2009 @ 11:18

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